Die Sorgen der Jugend

Unsichere berufliche Zukunft und psychischer Druck in den Sozialen Medien

Sorgenvolle Jugend, titelt das globale Marktforschungsinstitut Mintel im Jahresbericht 2018. Auslöser sind unsichere Berufsaussichten und der psychische Druck, der von den Sozialen Medien ausgeht. Die Analysten von Mintel fordern Marken, welche die psychische Gesundheit von Jugendlichen unterstützen.

Ein wesentlicher Grund für die Sorgen der Jugend liegt in der Jugendarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote in Europa ist bei Jugendlichen doppelt so hoch wie bei Erwachsenen (Quelle: Eurostat).

Belastende Soziale Medien

Einen weiterer Grund für die Sorgen der Jugend ist der psychologischen Druck, der von den Sozialen Medien ausgeht. Studien zufolge reduziert nur eine Stunde in den Sozialen Medien den Glücksindex um 14%. Trotzdem hat sich die Zeit, die Jugendliche in den Sozialen Medien verbringen, in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt (Quellen: Universitäten Ofcom und Sheffield).

Überzogene Schönheitsideale und Mobbing

Zusätzliche Problemfaktoren sind überzogene Schönheitsideale und Mobbing. Lt. WHO ein Trigger für den Anstieg diagnostizierter Depression in den vergangenen zehn Jahren. Das britische Institut Young Minds soll bereits Lösungsansätze für den Erhalt der geistigen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen entwickelt haben.

Das Problem ist systeminhärent

Lt. einer Studie der königlichen Gesellschaft für die öffentliche Gesundheit in Großbritannien, wirken vier der fünf beliebtesten Social Media-Kanäle negativ auf die geistige Gesundheit junger Menschen. Als das problematischste Medium gilt Instagram.

In den Sozialen Medien aufgewachsen

Es ist eine Generation, die in und mit den Sozialen Medien aufgewachsen ist. Lt. Ofcom stellen vier von zehn Eltern Bilder ihres Nachwuchses ins Internet. Die Hälfte davon tut dies mindestens einmal im Monat.

Offline zu gehen sei hingegen auch nicht die Lösung des Problems. Die Analysten von Mintel sehen in den Sozialen Medien auch das Potenzial für Problemlösungen.

Die junge Generation wird die Kontrolle über ihr Leben zurückholen und diese Netzwerke bewusster nutzen.

Mintel

Das Institut rechnet mit einem wachsenden Bewusstsein für die negativen Auswirkungen der Sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen – und eine bewusstere Nutzung derselben. Das werde sich negativ auf Marken auswirken, die unrealistische Schönheitsideale abbilden und positiv auf jene, die Diversität fördern.

Positive Ansätze von Unternehmen

Whats app game iris

Iris on ist ein Chatbot, mit dem junge Menschen ihre Probleme besprechen und den Umgang damit lernen können.

In der Asos Kampagne wurden die Körper der Models nicht retouchiert. Dehnungsstreifen, Cellulite und andere Imperfektionen sind sichtbar.

 

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Mintel Forschung (2017): Die Sorgen der britischen Kinder und Jugendlichen (7-15 Jahre).

 

Die Mintel-Forschung (2017) zeigt, dass sich ein Viertel der 7-15-Jährigen Briten Sorgen um ihre berufliche Zukunft macht. In Irland geben 72% der 13 bis 19-Jährigen an, dass ihnen ihr Körperbild Stress oder Schwierigkeiten bereitet. 43% sagen dies von den Sozialen Medien. Ebensoviele sind unzufrieden mit ihrem Äußeren. Der wesentliche Einflussfaktor wird in den sozialen Medien gesehen.

 

 

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