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15 innovative österreichische Modelabels beim ersten Online Design Festival

Modelabels sind besonders von den Auswirkungen des Shutdown betroffen. Das verpflichtende Social Distancing macht Präsentationen in internationalen Foren nicht oder nur erschwert möglich. Die Kooperation AUSTRIANFASHION.NET x VDF hat einer Auswahl an innovativen österreichischen Modedesigner*innen trotz COVD-19 Krise ein virtuelles Schaufenster zu einem designaffinen globalen Publikum geöffnet.

Am 15. April startete das renommierte Medium DEZEEN.COM mit dem neuen Format Virtual Design Festival das weltweit erste Online Design Festival. Seither werden laufend Beiträge von führenden Designer*innen und Architekt*innen aus allen Teilen der Welt präsentiert. Am 05. Juni erschien der österreichische Beitrag Virtual Design Festival (VDF) x AUSTRIANFASHION.NET in dem herausragende Produkte von 15 innovativen Modelabels promotet werden. Das Festival läuft noch bis 11. Juli 2020. Der österreichische Beitrag wird aber auch über diesen Termin hinaus noch unter folgendem Link abrufbar bleiben: http://www.dezeen.com/vdf/austrian-fashion

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Sagan Vienna x Kenneth Ize (c) Sagan Vienna

Handwerkliches und Digitales

Die Auswahl repräsentiert Schuh-, Schmuck-, Taschen- und Modedesign und war nicht zuletzt von der Arbeitsweise der Modedesigner*innen geleitet. Sie nutzen handwerkliche genauso wie digitale Techniken. 3D-Druck  steht neben Upcycling, Stickerei, Maßschneiderei, Taschnerei, Goldschmiede und Schuhmacherei. Entscheidend war der innovative Ansatz – der in der Technik und in einem experimentellen Design liegen kann. Allen gemeinsam ist die lokale und nachhaltige Produktion.

Für AUSTRIANFASHION.NET Co-Gründerin und Kuratorin Claudia Rosa Lukas war die Kooperation mit DEZEEN eine Möglichkeit, sich auch im Shutdown weiterhin für die Förderung des zeitgenössischen österreichischen Modedesigns einzusetzen. In der Vergangenheit führte sie Ausstellungen in London, Shanghai, Berlin und Istanbul durch. In einer Zeit in der man nicht reisen kann und für Ausstellungen das internationale Publikum fehlt, bot die Kooperation mit dem starken Partner Dezeen eine perfekte Alternative zu physischen Präsentationen. 

Isabel Helf (c) Iringo Demeter

Globales Publikum

DEZEEN sitzt in London und New York und zählt zu den führenden Medien im Bereich Architektur und Design. Die Idee zum Virtual Design Festival entstand mit der Absage der Milan Design Week 2020. Völlig unerwartet wurde den Designer*innen die Möglichkeit entzogen, ihre neuesten Produkte physisch zu präsentieren. Das VDF bietet ihnen nun ein Online-Forum vor einem großen internationalen Publikum. Die Website von DEZEEN zieht monatlich über zwei Mio. Besucher an.

Der Kick-off des Virtual Design Festivals erfolgte mit einem Zoom-Talk von DEZEEN Gründer Marcus Fairs mit der Trendforscherin Li Edelkoort. Mit Beiträgen führender Persönlichkeiten aus der Designszene, erreichte das Format bereits große Aufmerksamkeit und positives Feedback. Dazu der Designer Ron Arad: „Eine großartige Initiative, um uns in dieser außerordentlichen Zeit zusammenzubringen.“

Natalie Zipfl (c) Nerys Jones

Die ausgewählten Modelabels

Aeternum / Agnes Nordenholz / Brandan Josh / Christina Seewald / Isabel Helf / Julia Körner / Matthias Winkler / Narbon / Sagan Vienna X Kenneth Ize / Sassa Ann Van Wyk / Skarabeos / Steinwidder / Natalie Zipfl / Petra Zimmermann / Wilfried Mayer

Beispiele für Designpositionen

Die in Los Angeles lebende Architektin und Designerin Julia Körner entwickelte das Design für den ersten 3D-Druck auf Stoff. Jetzt ist sie gerade dabei, die Technologie zu skalieren und somit für viele zugänglich zu machen. Mehr über das Projekt lesen Sie hier.

Die in London lebende Natalie Zipfl hat einen experimentellen Zugang zum Modedesign. Sie entwickelte aus Blut aus der Tierschlachtung ein latexartiges Material für Kleidung.

Christina Seewald verfolgt einen emanzipatorischen Ansatz und arbeitet an einer zeitgenössischen Definition der Bekleidungscodes der Geschlechter. Ein Interview mit Christina Seewald lesen Sie hier.

Das auf Taschen und Accessoires spezialisierte Label Sagan Vienna entwickelte in einer Kooperation mit Kenneth Ize eine Taschenkollektion. Gemeinsam adaptierten sie eine traditionelle Handwebtechnik aus Nigeria für zeitgenössische Taschenmodelle. Kenneth Ize war im Finale des LVMH-Prize 2019, dem höchstdotierten Modepreis weltweit. 

Die in London lebende Isabel Helf arbeitet interdisziplinär und verbindet die Taschnerei mit der Tischlerei. Durch die Integration von Holzelementen werden ihre Taschen zu Möbelstücken, die den Nutzer*innen einen neuen Begriff von Ordnung vermitteln.

Wilfried Mayer hat sich auf die Maßfertigung von Hemden und Blusen spezialisiert. Er kombiniert traditionelle Verarbeitungstechniken mit zeitgenössischen Elementen.

Wilfried Wilfried Mayer (c) Stefan Zeisler

Die Modistin Sassa Ann Van Wyk arbeitete bei Philip Treacy in London, bevor sie sich selbstständig machte. In ihrer eigenen Kollektion lässt sie sich von Emotionen inspirieren. Ihre Hüte sind oft aus Materialresten und Upcycling.

Das Label Skarabeos entstand aus einem Start-up im Tech-Bereich und interpretiert Funktionelles in einer zeitgenössischen Ästhetik. Mehr über das Label lesen Sie hier.

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